In allen Kulturen der Welt gibt es Konflikte und Situationen, die als konflikthaft wahrgenommen werden. Entsprechend haben alle Kulturen ihre eigenen, kulturspezifischen Konfliktregelungsmechanismen entwickelt, um Konflikte konstruktiv zu lösen.

Diese universelle Grundlage bietet in interkulturellen Begegnungssituationen die Möglichkeit, dass Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft ihre gemeinsamen Konflikte konstruktiv bearbeiten können. Auf welche Art und Weise das geschehen kann, muss verhandelt und ausgelotet werden.

Mediation ist ein Verfahren, das ideal für die Lösungsfindung in interkulturellen Konflikten genutzt werden kann, denn einerseits gibt es in vielen Kulturen aus langen Traditionen heraus mediative Praktiken - wie die Verahndlung über dritte Personen (Triangulierung), die zur Lösung von Konfikten eingesetzt werden.

Andererseits bietet Mediation Gesprächstechniken, die kulturübergreifend eingesetzt werden können, eine hohe Flexibilität im Prozess und vor allem die Möglichkeit Gefühle und Bedürfnisse, die universell und menschlich sind, heraus zu arbeiten. Zudem kann die Mediaiton dabei helfen, kulturelle Orientierungen ans das Tegeslicht zu fördern, um eventuell kulturbedingte Konflikte zu klären.

Entsprechend bedeutet Interkulturelle Mediation, daß es um eine Mediation geht, in der unterschiedliche kulturelle Einflüsse wirken. Das Mediationsverfahren verläuft vorerst im Sinne des westlichen Mediationsprozesses, kann jedoch im Blick auf andere kulturelle Mediationsverfahren und Wünsche der Konfliktparteien flexibel gehand habt werden.

Im Gegensatz zur "normalen", westlichen Mediation wird in der interkulturellen Mediation davon ausgegangen, daß die Teilnehmenden nicht die gleichen Wertorientierungen teilen, sondern ihre eigenen, kulturspezifischen Werte in den Konflikt und somit auch in die Mediation einbringen.

Die kulturbedingten und kulturspezifischen Werte werden entsprechend ein beachtenswerten Faktor, der verhandelt und durch die MediatorInnen transparent gemacht werden muß. Werden in der "normalen" Mediation lediglich persönliche Wertvorstellungen geklärt und kulturelle gleichermaßen vorausgesetzt, so finden in der interkulturellen Mediation beide die notwendige Beachtung.

Nicht nur Wertvorstellungen der Konfliktparteien, auch das Verfahren und die Handhabung transkultureller Regeln und Verfahrensweisen werden hier neu verhandelt, so dass eine neue, gemeinsame und kulturübergreifende Mediationskultur entstehen kann.

Dies erfordert besondere interkulturelle Sensibilität, erweiterte Möglichkeiten der Selbst- und Fremdwahrnehmung, kulturspezifische Kenntnisse, sowie erhöhtes Empathievermögen von Seiten der MediatorInnen, als auch von Seiten der Konfliktparteien, die auf ihrem Weg durch kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede von den MediatorInnen gelenkt werden.


Info
Aktuell

Systemische Aufstellungen zu beruflichen und persönlichen Fragestellungen
Termine Mittwoch, 3. März 18 – 22 Uhr Mittwoch, 7. April 18 – 22 Uhr Mittwoch, 5. Mai 18 – 22 Uhr Mittwoch, 2. Juni 18 – 22 Uhr
weitere Info
 
Aufstellungstag "Dieser Satz spukt mir im Kopf herum...!"
Termin Samstag, 6. Februar 10 – 18 Uhr. Mit diesem Aufstellungstag leiten wir eine Reihe ein, in der wir uns mit verschiedenen Methoden und Schwerpunktthemen befassen. Wir starten mit der sogenannten „Satzaufstellung“
weitere Info
 
Gemeinsame Initiative für eine "konfliktfreie Steiermark"
Angebot von "Erstchecks" bei Konflikten in der Nachbarschaft, Umwelt oder in Unternehmen. Eine Initiative des Grazer Netzwerk Mediation, des Verbands Steirischer Rechtsanwaltsmediatoren und der Experts Group der WirtschaftsMediatoren der Wirtschaftskammer
weitere Info
 



Schnellsuche

 

 

 

 

 

 

 



Info